gedicht des monats
Hefeteiggebäckstückchen (Januar 2021)
Ich muss durch den Schneematsch stapfen,
denn ich will heut' Faschingskrapfen.
Doch, beim Bäcker angekommen,
steh ich erst mal ganz benommen.

Krapfen_ohne_Ende

So viel Krapfenvarianten
oder sind das schon „Mutanten”?
Deren rote, grüne, braune
Farbe hebt nicht meine Laune.

Und der Zucker, kein Kristall mehr,
auch kein Puder, doch dafür sehr
dick umhüllend aufgetragen,
sorgt bei mir für Unbehagen.

„Krapfen”, so als Name schien er
mir eindeutig, doch „Berliner”
heißt es auch, das Teiggebäckstück
(ein Gedanke, den ich wegdrück).

„Gibt's die noch gefüllt mit Hiffen-
mark?” „Nein, leider schon vergriffen.
Es gäb Nougat, Quark, Vanille
und zwar noch in Hüll' und Fülle.”

„Nee!”, sag ich zur Bäckersdame,
sie macht auch nicht grad Reklame:
„Mag die auch nicht so”, gesteht s'e,
„nehmen's halt a Pfefferbreze!”
© Axel Horndasch